Organistische Evolutionen
"Kunst wird gemacht: Die Hauptsache dabei ist somit die künstlerische Praxis, wo die Hand mit dem Werkzeug – also letztlich das Handwerk – das Werk hervorbringt als errettende Tat. Künstler sind demnach vorwiegend Praktiker. Jojo Darski ist einer von ihnen. Manche machen sich manchmal Gedanken über Kunst: Die Hauptsache dabei ist somit die künstlerische Theorie, die ästhetik, wo Kopf, Herz und Mund – also letztlich das Mundwerk – Erkenntnisse hervorbringen als erlösendes Wort. Gedankenmacher sind demnach vorwiegend Theoretiker. Wir alle gehören zu diesen. Sich Gedanken über etwas machen – warum eigentlich? Das Ursache aller solcher Anstrengungen ist unser ständiges Bedürfnis nach Mitteilung, nach Kommunikation, nach Gemeinsamkeit. Wir Menschen sind denkende, arbeitende, kommunikative Kreaturen. Kommunikation ist demnach wesentlich für uns, sie erzeugt... [weiterlesen...]"

Prof. Dr. Siegfried Maser (Prof. ästhetik, Philosoph, Mathematiker, Physiker) 2008

Ein Spiel mit Formen, Farben und Worten
"Die erste Begegnung mit den Bildern von Jojo Darski ist intensiv und eine Mischung aus Faszination und Irritation. Faszination aufgrund der handwerklichen Perfektion, durch die diese Bilder bestechen und Irritation durch die Motive, die aus Handwerk und Phantasie entstehen. Die Anlehnung an große Surrealisten wie Tanguy oder Dalí drängt sich im ersten Moment auf, bleibt aber bei näherer Beschäftigung eine rein formale Parallele. Jojo Darski hat im Laufe von 15 Jahren einen individuellen Stil entwickelt, den er selbst (in Anlehnung an die organischen Formen der Bildmotive) als organistische Kunst bezeichnet. [weiterlesen...]"

Claudia Enkrodt, Dipl. Kunst-Päd. 2005

Bioamorphe, anthropomorphe Konstrukte
„Jojo Darski ist ein vielseitiger Künstler - er ist gleichsam ein Kaleidoskop in der Produktion künstlerischer Ideen. Er ist der Prototyp, schon fast die Inkarnation des studierten Auftragskünstlers. Es können überwelten, Phantasie-Erscheinungen, Urwelten, biomorphe und auch anthropomorphe Konstrukte und surreale Erscheinungen entstehen. Es gibt keine fertigen und rational nachvollziehbaren Ergebnisse in seinen Bildern. Er lässt der Interpretation viel Spielraum und schafft es dadurch, dass auch beim 2. oder 3. Kontakt mit seinen Werken Neues gesehen und Anderes entdeckt wird. Seine Kunst schafft eine Korrelation zwischen Künstler und Konsumenten, erzeugt aber auch ein interdependentes Verhältnis zwischen den Bezugspersonen.“

Harald Nowoczin, 1. Vorsitzender Bergische Kunstgenossenschaft 2004