| Kunststücke mit Hintersinn: "Organistische Malerei" präsentiert Jojo Darski im
BKG-Studio... |
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| "Man kann um Kunst viele Worte machen oder umgekehrt viel Kunst um Worte. Mit seinem Gemälde "Rüssel in Sekt", zu sehen in der
Ausstellung "Widersprüchliche Überlieferungen", deutet Jojo Darski auf eine solch spiegelbildliche Methodik: Ein Begriff, der ihn stutzen lässt, gibt Anlass zur
künstlerischen Umsetzung. Erstaunlich daran ist, dass der Betrachter, der sich in ein solches Werk vertieft, selbst über Bedeutung, Doppel- und Hintersinn der Worte
nachzudenken beginnt. Das Geheimnis liegt offenkundig darin, dass sich die Bilder, die seit Freitag Abend im Studio der Bergischen Kunstgenossenschaft (BKG) zu sehen
sind, nur scheinbar des Realismus' bedienen. "Organistische Malerei" nennt Darski seine Technik, in der er modelliert, ohne die letzte klare Aussage zu treffen. Ein
vermeintliches Gesicht kann ebenso ein Stein mit Schattenwurf oder rein gar nichts sein. Ein Rüsselinsekt lässt sich als eklige Stechmücke ebenso interpretieren wie eben
als ein Stachel aus dem Nichts, der in ein Nichts bohrt, das Schaumwein sein könnte. Womit festzustellen ist, dass nicht alles, was blubbert, wirklich Substanz hat.
Eherne Werte, "Überlieferungen", beginnen sich aufzulösen, indem sie ihre Widersprüche offenbaren. Würde Darski dabei mit eindeutigen Symbolen arbeiten, hätte er selbst
Verrat an seinem Anliegen begangen. So bleibt er bei der scheinbar realistischen Form und wechselt eben nicht ins Surreale, auch wenn gerade seine früheren Bilder immer
wieder mit dem Werk von Dalì verglichen werden. Diese älteren Arbeiten, jetzt im großen Raum des BKG-Studios ausgestellt, spielten weit mehr mit dem Zufall, waren aus
einer Stimmung heraus gemalt und erhielten erst nachträglich einen beziehungsreichen Titel. Inzwischen geht der Künstler den umgekehrten Weg, sammelt Worte wie
"Zeitblüten" und "Auslaufmodell" unter einem Oberbegriff, in diesem Fall "Zeit", und fertigt im Nachhinein die dazu gehörige Bildserie. "Das kriegt Hand und Fuß", sagt
er selbst über den Vorstoß seines Schaffens ins Philosophische. "Was ist Zeit wert?", fragt er sich. "Der eine hat sie nicht, der andere muss sie sich vertreiben." Und
beide leben seltsamerweise in derselben Welt. Die Ausstellung im BKG-Studio in der Barmer Kunsthalle, Geschwister-Scholl-Platz 4-6, ist bis zum 30. September, samstags
und sonntags von 11 bis 14 Uhr, zu sehen. " [zum ganzen
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| Weitere Informationen zur
Ausstellung finden Sie [hier]... |
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